KI im Anmarsch

Kaum ein Schlagwort ist heutzutage so sehr in aller Munde wie der Begriff „Künstliche Intelligenz“ (KI). In den letzten Jahren hat dieser Technologiebereich große Furore gemacht, und die Fahrzeugindustrie hat immense Fortschritte auf dem Gebiet erzielt. Selbstfahrende Fahrzeuge sind längst keine Science-Fiction mehr und erfordern die besten KI-Lösungen, die derzeit verfügbar sind.

KI wird als die Fähigkeit eines Computerprogramms oder einer Maschine definiert, zu denken, zu lernen und Entscheidungen zu treffen – mit anderen Worten: menschliche Kognition nachzuahmen. Der Begriff wurde bereits Mitte der 50er-Jahre geprägt, hat aber in den letzten Jahren enorm an Dynamik gewonnen. Ein wichtiger Grund dafür sind die enormen Fortschritte bei der Entwicklung autonomer Fahrzeuge.

Henrik Kaijser ist Technologiespezialist für KI und maschinelles Lernen bei der Volvo Group. Er arbeitet in CampX an der Entwicklung von KI für autonome Lkw. Zudem ist er in die Kooperation mit dem Volvo Partner Nvidia eingebunden, der eine wegweisende KI-Plattform für autonome Fahrzeuge entwickelt hat.

Autonome Fahrzeuge zu entwickeln ist äußerst interessant und eine große Herausforderung. Ich bin überzeugt, dass autonome Fahrzeuge die Sicherheit auf unseren Straßen erhöhen werden.

Derzeit arbeitet Volvo daran, in naher Zukunft drei Selbstfahrlösungen auf den Markt zu bringen.  

Das Flaggschiff heißt Vera. Dabei handelt es sich um ein Elektrofahrzeug ohne Kabine und mit sehr futuristischer Optik. Vera ist für Aufgaben mit hohem Wiederholungscharakter konzipiert, die von kurzen Wegen und geringen Geschwindigkeiten geprägt sind, wenn es darum geht, große Warenmengen mit hoher Präzision zu befördern, wie zum Beispiel in Häfen, Fabrikanlagen und Logistikzentren.

Ferner entwickelt Volvo Autobahnanwendungen, bei denen Lkw zwischen zwei Umschlagplätzen verkehren. Diese Fahrzeuge sehen eher wie normale Lkw aus und sind schneller als Vera.

Die dritte Lösung kommt derzeit bei einem Projekt in Norwegen zur Anwendung. Sechs autonome Lkw des Typs Volvo FH werden Kalkstein auf einer fünf Kilometer langen Strecke zwischen Steinbruch und Steinbrecher transportieren, die teilweise durch Tunnel führt. Der Kunde, die Brønnøy Kalk AS, kauft nicht die Lkw selbst, sondern die Transportlösung zwischen den beiden Umschlagplätzen – ein Geschäftsmodell, das es in Zukunft wahrscheinlich häufiger geben wird.

KI kommt derzeit für die Wahrnehmungsfunktionen zum Einsatz. Damit „sieht“ das Fahrzeug seine Umgebung und erkennt zum Beispiel, wo sich andere Fahrzeuge oder Fußgänger aufhalten und ob es Schlaglöcher oder Hindernisse auf der Fahrbahn gibt. Langfristig soll KI für viele weitere Aufgaben eingesetzt werden. „KI wird unter anderem dabei helfen, sich durch den Verkehr zu bewegen und das Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer vorherzusehen“, so Henrik Kaijser.

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